Erwartungen. Man bin ich schlecht gelaunt wenn die nicht erfüllt werden. Vor dem Besuch Barcelonas wurde mir erzählt, die Sagrada Família wäre das tollste Gebäude. Der Welt. Jede Menge Potential also, ordentlich enttäuscht zu werden.
Aber um hier ne ordentliche Spannungskurve hinzubekommen, geht es aber jetzt los mit der Cathedral.
Schön oder?
Weniger schön war die Fahrt auf das Dach der Kirche. In einem Aufzug, abgenommen vom TÜV Rheinland. Möglicherweise. Wahrscheinlicher ist, dass der Mesner höchstselbst den Aufkleber gefälscht hat. Das Rumpel-Ding ist sicherlich für die Hälfte aller Beerdigungen verantwortlich die hier die letzten Jahre gehalten werden mussten.
Nächster Halt: Santa Maria del Mar. Ich mag es ja wirklich gerne, sich bei Stadtbesichtigungen für ein paar Minuten in eine Kirche zu setzen. Kurzes Durchatmen, Ruhe.
La Sagrada Família. Das tollste Gebäude, dass ich bisher gesehen habe:
Außen gleichzeitig groß und kleinteilig. Noch nicht überwältigend. Dazu ist es noch zu sehr Baustelle. Wir konnten dank des Online-Tickets an der langen Schlange vorbeigehen. Stürmten schon fast rein, ohne uns groß die Fassade anzusehen.
Reinkommen.
Krass.
Es ist riesig. Sehr hoch. Zuerst alles weiß. Die Säulen ragen wie Bäume nach oben. Verzweigen sich. Enden in einem Blätterdach.
Wie natürliches und künstliches Licht einbezogen sind ist fantastisch. Egal wo man in der Kirche steht und nach oben sieht, immer ist man in der Mitte, die Lichter des Daches immer über einem zentriert.
Überall Details. Balkone auf mehreren Ebenen. Bis in die 40 Meter Höhe. Allein die Balkone einer Ebene fassen 1000 Menschen. 1000 Menschen Chor.
Der Reiseführer empfahl, am Abend hinzugehen. Guter Reiseführer. Dann nach einem Abstecher auf das Dach der Kirche ging die Sonne langsam unter, und schien schräg durch die Kirchenfenster. Die vorher weiße Kirche quoll über vor Farben.
Die Bilder sind toll, die Wirklichkeit viel besser.
Deswegen, auf nach Barcelona.
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