Zum Abschied aus New York haben wir mal kein Frühstück im Stehen oder Gehen eingenommen sondern uns ordentlich in eine Gaststätte begeben. Pancake essen. Die mal wieder überhaupt nicht gut waren. Meine Erinnerung sagt mir vor 10 Jahren an der Westküste waren die ganz fantastisch. Hatten wir immer nur Pech, oder sind die an der Ostküste wirklich nicht so gut???
Dann ging es los zum Autoverleiher. Schwer bepackt wie wir waren war das New Yorker U-Bahn-System ein Ärgernis. Enorm viele Treppen, Hitze, Kälte, Treppen, Treppen, Hitze und Treppen.
Beim Autoverleiher angekommen warteten wir. Eine Stunde auf das eigentlich vorbestellte Auto. Wir waren sauer genug um ein kostenloses Upgrade und einen 100$ Gutschein zu bekommen. Den Rest des Tages haben wir sehr viel Geld im Jersey Gardens Outlet ausgegeben. Für tolle Kleidung die hier ungefähr das vierfache gekostet hätte. Verrückt.
Nun hab ich eidlich eine Antwort auf die Fragen: „Warum machst du diesen foursquare- Quatsch?“ oder „Und was bringt dir das einchecken?“.
Weil: Eingecheckt in den Jersey Gardens, und irgendwas von nem Gutscheinheft gelesen dass man gegen Vorlage dieses Bildschirms bekommt. Mir war klar, wir kaufen hier nichts mehr bis wir dieses tolle Heft in den Händen halten. Die Reisebegleitung fand das 15-minütige Suchen des Ausgabeschalters nicht so toll. Als wir das Heftchen aber in der Hand hielten war klar, das ist Buch der Bücher. Die Verheißung des Geld sparens.
Den Abend verbrachten wir in einer beliebigen Kleinstadt in einem typischen amerikanischen Motel wie sie überall stehen. Highlight war der Stromausfall und der See den wir anschließend im Zimmer hatten.
Den nächsten Tag fuhren wir durch den Shenandoah National Park. Der sollte eigentlich ein Tagesziel sein. Toll sollte es sein. Ein Naturerlebnis und Abwechslung vom Städtischen. Den Abend mussten wir in Washington sein, wir hatten also leider nicht so viel Zeit, das Wetter war diesig und unspannend, wir waren müde. Möglicherweise ist es der beste Nationalpark der Welt, wenn man einen der Tracks geht. Für uns hat’s das nicht so gebracht.
Endlich geht der eigentliche Blogeintrag los :)
Nach Toronto die zweite Air B’n’N Unterkunft. War ok.
Ein Tag für Washington. Los los.
Doris wollte das Pentagon nicht ansehen. Ich schon, deswegen hab ich so getan als hätte ich ne Ausfahrt nicht gesehen. Doris dachte wir verfahren uns gerade. In Wirklichkeit war das aber mein perfider Plan :)
Memorials können sie ja. Es folgen das „US Marine Corps War Memorial“, „Arlington National Cemetery“ und „Korean War Veterans Memorial“ Das letztgenannte fand ich echt beeindruckend. Das hat einen richtig rein gesogen in die bedrückende Stimmung. Dann das Lincoln Memorial.
Das weiße Haus war erwartungsgemäß weit weg. Mehr gibt’s eigentlich nicht dazu zu sagen.
Tollster Teil des Tages: Das „National Air and Space Museum“. Candy für den Technik-Nerd.
Und was für ein trauriger Zufall: Als wir am Abend heimkommen erfahren wir das Neil Armstrong gestorben ist.
Den Abend haben wir in Georgetown ausklingen lassen. Dort italienisch gegessen Was endlich mal wieder kein Burger war. Aber leider nicht so gut. Die Tomatensoße bekomme ich besser hin.
Hui, ein Cupcake-Shop. Und es stehen 10 Leute an. Der MUSS gut sein. Wir hatten vier total interessante Sorten Cupcakes gekauft (Marshmallow!) die optisch eher enttäuschend waren. Beim ersten reinbeißen war dann klar. Die enttäuschen auch geschmacklich. (Zumindest wenn man so verwöhnt ist von den tollen Cupcakes in München.)
Eine Block weiter gegangen kam der nächste Cupcake-Laden. Die unglaublich lange Schlange von gierig Wartenden schrie uns an „IHR HABT DIE SCHLECHTEN CUPCAKES GEKAUFT. DIE HIER SIND VIEL BESSER. HIER LOHNT ES SICH AUCH 2 STUNDEN ZU WARTEN“. Ich schaute auf den halben Cupcake in meiner Hand, und auf den den anderen bisher unberührten in der Schachtel – in Klammern: die schlechten Cupcakes – und war traurig.
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