Die letzten Besichtigungstage – die vorherigen Einträge haben das schon ziemlich deutlich vermittelt – waren sehr anstrengend. Darum hatten wir jetzt ein paar Tage Entspannung, Sonne, und Strand auf dem Programm. Auf nach Cape Cod, oder wie ich es gerne beschreibe, das Sylt der Amerikaner.
Stopp, oben schrieb ich „Sonne“ wäre geplant gewesen. Danach sah es bei unserer Abfahrt aus Philadelphia aber gar nicht aus. Es regnete so stark, dass die Scheibenwischer das Wasser nicht wegbrachten, der Amerikaner baut die Straßen gerne so, dass Seen entstehen, und auf diesen Seen fliegen dann gerne Autos ab. Wir sind unter anderem an einer Corvette vorbei gefahren die ihren letzten Parkplatz in der Leitplanke einer Highway Ausfahrt fand. Und noch hübsch dampfte.
Durch New York City nach Norden. An JEDER Brücke eine USA Flagge. U-S-A, U-S-A, U-S-A!
Am nächsten Tag fuhren wir das gesamte Nord-Ost Ufer – den Cape Cod National Seashore – ab. Es regnete immer noch in Strömen, aber das Autofahren machte auf diesen kleinen Straßen im Wald mit all diesen Pfützen und unserem großen Auto unglaublich Spaß. Eine tolle Abwechslung nach all den schnurgeraden breiten Straßen in den letzten Tagen. Und auch hier hörten wir unseren Lieblingssender: „The Highway„. Satellitenradio. Viele Spartenkanäle. Jeder Kanal spielt nur so 10 verschiedene Lieder, da weiß man was man bekommt wenn man einschaltet. :)
(Spoiler: Bei dem ersten Video passiert GAR NICHTS. Wir fahren nur durch die Landschaft)
Doris wollte unbedingt einen Leuchtturm fotografieren. Es sollte dieser hier sein, obwohl der echt nicht schön ist. Wie sie selbst zugab. Ich bin fast gestorben vor Langeweile während sie 17 tausend Fotos machte. :)
Und dann war ich ganz schnell wieder wach? Warum? Wegen dem was Doris hier fotografiert. Vor der Küste waren einige Wale. Es sah aus als hätten sie ne Menge Spaß.
Am Ende von Cape Cod, ganz im Norden, Provincetown. Und schon nach den ersten Schritten war klar was hier los ist – Regenbögen überall. Und junge Herren die ihr Hemd verloren haben :)
Angenommen ihr hättet ein wunderschönes Städtchen am Meer. Würdet ihr nicht eine Strandpromenade haben wollen? So, dass eure Gäste mit Blick aufs Meer umherschlendern und einkaufen können? Und würdet ihr nicht auch auf eurem langen Steg ins Meer einen Freizeitpark bauen? Oder Restaurants, oder Bänke oder andere schöne Dinge? Ja würdet ihr?
Nicht die Einwohner dort. Strandpromenade ist nicht. Die Leute haben sich gefälligst auf einer Straße zwischen den Häusern zu bewegen. Ohne Blick auf Meer, der lenkt nur ab von den schönen Souvenirs die man kaufen kann. Zum Meer raus stehen die Mülltonnen.
Und der Steg? Na da stehen die Autos. Das ist der Parklatz für die Touristen. Der leider langsam ein wenig eng wird. Deswegen mein Vorschlag: auf dem Strand liebe geschäftstüchtige Bewohner, da wäre noch Platz. Da würden, zwischen all dem stinkenden Seegras das da seit Wochen liegt und das Baden eh unzumutbar macht, viele Autos hinpassen.
Ich versteh es nicht.
Ich möchte darauf hinweisen, der folgende Strand hat NICHTS mit Provincetown zu tun. Die hier haben es verstanden wie’s geht.
Der nächste Tag war ein reiner Strandtag. Da gibt es wenig zu erzählen und schimpfen. Ein wenig kalt am Anfang, aber sooo entspannend.
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