Kanada war schön, das eigentliche Ziel der Reise sollte aber ja die Ostküste der USA sein.
Wir entschieden uns dafür die Strecke von Niagara Falls nach New York per AMTRAK zurück zu legen. Begründung: „Wir ersparen uns einmal lächerliche Flughafen-Security“ und „Wir sehen was von der Landschaft“. Weil so ne Zugfahrt aber lange dauert, galt es erst einmal ordentlich zu Frühstücken. Gerade recht kam da das Pancake House, unweit unseres abgeranzten Hotels.
Den Weg zum Bahnhof wieder mit dem Bus zurückgelegt (leider fuhr uns diesmal nicht die Rennfahrerin), und dabei ein einzelnes deutsches Paar kennengelernt die wir die nächsten Tage noch öfters sehen sollten. Sowieso, als Deutscher benutzt man wohl gerne die öffentlichen Verkehrsmittel, und ist damit oft alleine.
Am Bahnhof wieder der schon bekannte Eincheck-Vorgang. Alle schön in einer Reihe anstellen. Währenddessen schreit der Bahnhofschef regelmäßig der Zug wäre total ausgebucht, man solle doch bitte keinen Platz freilassen gleich. Die anwesenden Wartenden werden ziemlich nervös, die Schlange franst aus, und das AMTRAK-Personal hat große Mühe der Pulkbildung entgegenzuwirken. Dabei ist es extrem wichtig, dass wir alle eine imaginäre Linie die sich irgendwo quer auf dem Bahnsteig befindet nicht überschreiten, sonst werden wir angeschrien. Die Einreise in die USA dauert gute 3 Stunden. Der Zug hält irgendwo, schwer bewaffnete Beamte durchstreifen den Zug, wir müssen aussteigen und wieder mal Formulare ausfüllen. Nebenbei erfahren wir die komplette Lebensgeschichte von Mitreisenden die detailliert zu ihrer Vergangenheit befragt werden.
Die Zugfahrt ist unspannend. Zu sehen gibt’s eigentlich nichts. Aber es ist mir wirklich unverständlich wie es möglich ist Schienen dermaßen schlecht zu verlegen. Das könnte ein Rudel einflossiger Delfine besser. Ich bin mir sicher wir sind mindestens dreimal entgleist, und ein paar Meilen auf dem Gleisbett gefahren.
Die Zeit war gerade so ausreichend um zwei Blogposts zu erstellen (Doris hat dabei das Bild unten von mir gemacht), und ein wenig in den Reiseführern zu Blättern.
Und schon waren wir in New York, Penn Station.
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